Konkurrenzschutz

Die nachfolgenden Ausführungen richten sich an Rechtsanwälte:

Jeder Anwalt wird zögern, eine Sache in die Hände eines     Mediators zu legen, erst recht, wenn es sich dabei um einen Anwalts-Mediator handelt.

Andererseits ist er verpflichtet, seinen Mandanten auf die beste-   hende Möglichkeit eines Mediationsverfahren hinzuweisen.         Dieses ist regelmäßig erheblich schneller und kostengünstiger.     Meist gelingt es in einem solchen Verfahren, nicht nur die recht-    liche Streitigkeit zu lösen sondern auf die dahinterliegenden emotionalen Konflikte.

Ein gelungenes Mediationsverfahren ist andererseits eine gute Werbung für den vermittelnden Anwalt, da es ihm gelungen ist,      seinem Mandanten eine schnelle Lösung seines Konflikts ermög-  licht zu haben.

Auch wirtschaftlich ist ein Mediationsverfahren für den vermitteln-  den Anwalt von Interesse. Regelmäßig ist es sinnvoll, dass der Anwalt seinen Mandanten in einem solchen Verfahren begleitet      und berät. Oftmals besteht der Mediator gerade darauf, dass der Mediant die getroffene Einigung vor dem Abschluss noch einmal anwaltlich prüfen läßt.

Handelt es sich um einen Anwaltsmediator, so wird dieser mit den vermittelnden Anwälte gerne eine Konkurenzschutzklausel dahin-gehend abschließen, dass er sich verpflichtet, für die Medianten       in einem festen Zeitraum ab der Beendigung des Mediations-verfahren nicht anwaltlich tätig zu sein.